Dokumente und Bilder
Eines der interessantesten Themen in der Genealogie sind für uns alte Urkunden, Briefe und Bilder. Sie bieten uns die Möglichkeit, Näheres über unsere Vorfahren zu erfahren. Es sind nicht nur Zahlen und Namen, die wir hier erfahren - Lebensumstände, soziale Verhältnisse usw. können hier mit etwas Glück aufgedeckt werden.
In einigen Kirchenbüchern sind wahre Schätze über unser Vorfahren zu finden. Über die Jahre verteilt gab es immer wieder Kirchenmänner, die ihren Schäfchen etwas genauer in die Seele geschaut haben und ihre Erkenntnisse den Kirchenbüchern anvertraut haben.
Wer möchte nicht gerne manchmal Mäuschen sein, zu der Zeit als seine Vorfahren gelebt haben? Wo lebten sie und wie lebten sie? Wie sahen die Städte, Häuser und Wohnungen aus? Alte Fotos können uns dabei behilflich sein, einige unserer Fragen zu beantworten.
Innerhalb unserer Ahnenforschung entdecken wir so viele Orte und Plätze, von denen wir eigentlich gar nicht viel wissen. Mag sein, dass uns die Eltern oder Großeltern noch ein paar Geschichten und Anekdoten erzählen können; verschiedentlich sind sicher auch noch Fotos oder Gemälde "aus alter Zeit" vorhanden. Der Mensch ist nun einmal neugierig und möchte gerne wissen, wie es dort, wo die Vorfahren lebten, auch aussah. Zum einen gibt es da alte Postkarten, auf denen oftmals die schönsten und interessantesten Bauten und Viertel zu sehen sind. Und da gibt es das sogenannte Notgeld.
Ab ca. 1916 wurde der Kleingeldmangel immer dramatischer und die Städte und Gemeinden sahen sich aufgrund des Mangels an Metall gezwungen, Kleingeldscheine auszugeben - die sogenannten Verkehrsausgaben. Die ersten Ausgaben waren oftmals recht nüchtern erstellt; meistens begnügte man sich mit Wappenschmuck und einer einfachen, aber ansprechenden Druckgestaltung. Auch zu jener Zeit gab es schon Sammler - und bald schon sahen sich die Gemeinden (teilweise gegen ihren Willen) gezwungen, weitere Notgeldscheine drucken zu lassen. Im Laufe der Zeit wurden die Scheine immer aufwändiger gedruckt; es wurden dann sogar extra Sammlerscheine gedruckt - die sogenannten Serienscheine. Diese Scheine waren gültiges Zahlungsmittel und wurden trotzdem von vielen Menschen "gehortet" - weil sie halt so schön aussahen. Und das ist heute unser Glück.
So sehen wir, wie die ersten Berliner Droschken aussahen bzw. erhaschen einen Blick auf die verschiedenen Berliner Bezirke. Auch vom Johannisfest in Eschwege können wir uns ein Bild machen. Und die Industrie der Stadt Bitterfeld wird uns sehr schön vor Augen geführt.
Alle Bereiche rund um das Leben wurden so für die Nachwelt festgehalten und wer kann sich jetzt nicht vorstellen, wo Oma und Opa vielleicht ihre Freizeit in Rehmen verbrachten?